Kontakt  |   Ansprechpartner  |  Anfahrt  |  Inhalt
Sie sind hier: Landwirtschaftskammer >  Haus Düsse > Zentrum Nachwachsende Rohstoffe NRW > Energetische Nutzung > Wärme aus Biomasse

Wärme aus Biomasse

Die Wärmenutzung bzw. -bereitstellung stehen angesichts der aktuellen Ölpreisentwicklungen seit einigen Jahren im Mittelpunkt des landwirtschaftlichen Interesses. Neben den Stallungen sind große Bauernhäuser zu beheizen und Mietwohnungen zu versorgen. Vor allem in der Ferkelproduktion wird viel Energie benötigt. So reicht das typische Spektrum von 40 bis ca. 25 kW Wärmeleistung. Je nach Wärmebedarf in den Stallungen entsprechend größer. Traditionell geschah im Haushalt zumindest eine Zuheizung über Kachelöfen und Stückholzkessel. Komfortabler sind aber automatische Heizkessel für Holzhackschnitzel und Pellets, wobei man bei Pellets auf einen Zukauf angewiesen ist. Für den erweiterten Komfort werden solche Heizanlagen heute auch mit automatischen Reinigungssystemen und Entaschungen angeboten. So wird der Komfort einer konventionellen Öl- oder Gasheizung erreicht. Beispiele von Biomasseheizungen können in der Energielehrschau besichtigt werden.

Rechtlicher Rahmen: Heizen mit Holz und anderen Biomassen
In Ackerbauregionen mit wenig Wald wächst die Nachfrage nach Kesseln für halmgutartige Brennstoffe. Eine ganze Reihe von Landwirten baut 1 - 2 ha Miscanthus (Chinaschilf) an, um damit autark den eigenen Betrieb mit Wärme zu versorgen. Je Hektar kann man auf diese Weise bis zu 8.000 l Öl ersetzen. Die Option, Stroh zum Heizen zu verwenden, ist dabei am schwersten zu erschließen. Dies liegt auch an den gesetzlichen Grundlagen. Genehmigungsrechtlich sind folgende Grenzen einzuhalten:

Rechtlicher Rahmen: Heizen mit Holz und anderen Biomassen

Derzeit befindet sich die 1. BImSchV in der Novellierung. Ab dem Jahr 2015 sollen nach den derzeitigen Vorstellungen 20 mg Staub für Kleinanlagen bis 4 kW Feuerungswärmeleistung unterschritten werden. Dies wäre das Aus für viele Kleinanlagen, oder es muss eine aufwändige Filtertechnik nachgeschaltet werden.

Verbrennungseigenschaften von Holz und Halmgut/Getreideabfälle im Vergleich Die Verbrennungseigenschaften von halmgutartiger Biomasse stellen hohe Ansprüche an die Kesseltechnik. Hier ein Überblick:

Verbrennungseigenschaften von Holz und Halmgut/Getreideabfälle

Empfehlungen, die aus der Tabelle abzuleiten:
Stroh und Miscanthus möglichst nur in der Haupt-Heizsaison von November bis März einsetzen und im Sommer trockenes Holz oder Holzpellets.

Worauf sie beim Kauf eines Biomasseheizkessels achten sollten:

Gerne unterstützen Sie bei Ihrer Entscheidung für den landwirtschaftlichen Betrieb die Berater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Ansprechpartner