Umverteilungsprämie - Bestandteil der Direktzahlungen

Für kleinere, flächenarme Betriebe wurde im Rahmen der Agrarreform eine verstärkte Förderung beschlossen, die sogenannte Umverteilungsprämie. Bei dieser Umverteilungsprämie, die auch als Förderung der ersten Hektar bekannt wurde, handelt es sich um eine eigenständige Direktzahlung. Dieser Baustein der Direktzahlungen muss zusätzlich zur Basisprämie gesondert mittels der Anlage C des Sammelantrags beantragt werden. Sie ist eng mit der Betriebsprämie verknüpft und kann nur im Zusammenhang mit der Beantragung der Betriebsprämie bewilligt werden.

Hierbei kann diese Prämie für maximal 46 Hektar, mit denen Zahlungsansprüche aktiviert wurden, gewährt werden. Als Zahlungsbasis gelten die mit entsprechender Fläche im Rahmen der Betriebsprämie aktivierten Zahlungsansprüche.

Für die ersten 30 Hektar/Zahlungsansprüche wird ein Prämiensatz in ungefährer Höhe von 50 € je Hektar/Zahlungsanspruch gewährt, für die folgenden 16 Hektar/Zahlungsanspruch beläuft sich der Prämiensatz auf ungefähr 30 € je Hektar/Zahlungsanspruch. Die genaue und endgültige Höhe der Prämiensätze wird allerdings erst im Herbst ermittelt werden können.

Auch Betriebe, die mehr als 46 Zahlungsansprüche mit beihilfefähiger Fläche aktivieren, können die Umverteilungsprämie beantragen, dann wird jedoch nur bis einschließlich 46 Hektar/Zahlungsansprüche die Prämie bewilligt. Für Betriebe, die weniger als 46 Hektar bewirtschaften, wird die Förderung in Höhe der tatsächlich aktivierten Zahlungsansprüche ausgezahlt.

Nicht zulässig ist die Gewährung der Umverteilungsprämie, wenn eine Betriebsaufspaltung nach dem 19.10.2011 einzig zum Zwecke des Erhalts der Umverteilungsprämie oder zur Prämienoptimierung erfolgt ist. Sollte eine solche Betriebsaufspaltung vorliegen, so ist keinem der aus der Spaltung hervorgegangenen Betriebe die Umverteilungsprämie zu bewilligen.