Sommerweidehaltung

Förderung der Sommerweidehaltung

Gegenstand der Förderung

Förderfähig ist die Sommerweidehaltung von Milchkühen und Färsen (weibliche Rinder, die älter als 12 Monate sind und noch nicht gekalbt haben). Mutterkühe und andere Tierarten, die üblicherweise auf Weiden gehalten werden, können nicht berücksichtigt werden.

Im Sinne dieser Richtlinien sind drei Weidegruppen zu unterscheiden:

  • Milchkühe (ausschließlich Rinderrassen der Anlage 1 der Richtlinien)
  • Färsen der Milchrassen gemäß Anlage 1 der Richtlinien
  • Färsen der Fleischrassen gemäß Anlage 2 der Richtlinien.

Diese Weidegruppen können unabhängig voneinander beantragt werden, d.h. es kann beispielsweise die Weidehaltung nur für die Färsen der Fleischrassen beantragt werden.

Die Förderung beantragen können Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber, die ihren Hauptwohnsitz bzw. deren land- oder forstwirtschaftliches Unternehmen ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben.

Der Antrag ist jährlich bis zum 15. Mai des Verpflichtungsjahres (01.01. - 31.12) zu stellen.


Höhe der Zuwendung

Die Höhe der Zuwendung beträgt 50 Euro je berücksichtigungsfähiger GVE und im Falle der gleichzeitigen Förderung des ökologischen Landbaus 40 Euro je berücksichtigungsfähiger GVE.

Zur Umrechnung der Anzahl an Tieren in GVE wird folgender Umrechnungsschlüssel angewendet:

  • Kühe und Rinder von mehr als zwei Jahren 1,0 GVE
  • Rinder von sechs Monaten bis zwei Jahren 0,6 GVE.

Die Bagatellgrenze beträgt 500 € pro Jahr.


Auflagen / Verpflichtungen

Der Verpflichtungszeitraum beträgt 1 Jahr.

Die nachfolgend genannten Zuwendungs-Voraussetzungen sind einzuhalten:

  • Bei Beantragung der Weidehaltung für die Milchkühe muss Milch erzeugt und vermarktet werden und dies durch eine aktuelle Milchgeldabrechnung aus dem Kalenderjahr nachgewiesen werden. Bei ausschließlicher Direktvermarktung müssen andere geeignete Belege vorgelegt werden.
  • Sämtlichen Tieren der beantragten Weidegruppen muss im Zeitraum zwischen dem 16.Mai und dem 15. Oktober - soweit Krankheit oder zu erwartende Schäden des Tieres dem nicht entgegenstehen - täglich Weidegang mit freiem Zugang zu einer Tränkevorrichtung gewährt,
  • Den Tieren der beantragten Weidegruppen muss im jeweiligen Verpflichtungsjahr eine Mindestbeweidungsfläche von 0,2 Hektar je GVE zur Verfügung stehen; diese Fläche ist für die beantragten Weidegruppen getrennt nachzuweisen. Zur Beweidungsfläche gehören ausschließlich Dauergrünlandflächen, die für den Weidegang der genannten Tiere im Mindestbeweidungszeitraum genutzt werden.
  • Die Maßnahme muss für alle Tiere der beantragten Weidegruppen in allen Betriebsstätten vollständig durchgeführt werden
  • Die aktuellen Cross-Compliance-Vorschriften müssen im gesamten Betrieb eingehalten werden.

Anträge / Anlagen

jährlicher Antrag per ELAN, inklusive Flächenverzeichnis (Sammelantrag)

Stand: 23.06.2017