Biogasanlage Haus Riswick

Biogasanlage auf Haus Riswick

Technische Details

In der Biogasanlage im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick wird Rindergülle aus zwei Milchviehställen mit rund 180 Tieren verwertet. Mit einer füllstands- und zeitgesteuerten Verdrängerpumpe wird die Rindergülle aus einem vor den Rinderställen liegenden Pumpschacht dem Fermenter zugeführt. Der Trockensubstanzgehalt der Rindergülle unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen und beträgt zwischen 4 und 7 %.

Neben der Gülle werden auch Feststoffe, wie Silagen sowie Pflanzen- und Futterreste, verarbeitet. Diese Kofermente gelangen durch eine Feststoffdosiereinrichtung in den Fermenter. Die Dosierung erfolgt zeitgesteuert. Befüllt wird der Feststoffdosierer mit einem Radlader.

Die Verweilzeit der Gärsubstrate im Fermenter beträgt in der Regel 40 Tage. Das Endlager ist ebenfalls überdacht. Über dem Faulraum und über der Endlagerstätte sind Gasspeicher installiert. Über Gasleitungen gelangt von hier das erzeugte Biogas zum Blockheizkraftwerk.

Der erzeugte Strom wird in das Netz der Stadt Kleve eingespeist. Die durch Motor und Abgaskühlung gewonnene Wärme wird im Prozess zur Aufheizung des Fermenters verwendet. Die dann darüber hinaus noch verfügbare Wärme geht in den Heizkreislauf des Landwirtschaftszentrums Haus Riswick.

Nach der Faulung im Fermenter läuft der Gärschlamm nach dem Prinzip der Verdrängung in das Gülleendlager. Ist dieses gefüllt, tritt das Substrat durch einen Überlauf in das benachbarte Güllesilo.

Die Biogasanlage im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick hat rund 650 000 € gekostet. 500 000 € hat das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Daten der Biogasanlage

Fermenter: 578 m³ Fassungsvermögen mit 150 m³ Gasspeicher
Endlager überdacht: 1 725 m³ Fassungsvermögen mit 450 m³ Gasspeicher
Gärtemperatur: 38° C
Blockheizkraftwerk:
Elektrische Leistung:
Thermische Leistung:
Feuerungsleistung:
  
65 kW
131 kW
206 kW
Güllemenge pro Jahr: rund 5 000 m³ Rindergülle
Kofermente: rund 900 t, zum Beispiel Silomais, Grünroggen, Grassilage und Zuckerrübenbruchstücke