Legehennenfutter im Mischfuttertest

Legehennen im offenen Stall

Wie 6 Legehennenfutter aus Westfalen-Lippe vom Verein Futtermitteltest (VFT) bewertet wurden.

Vom Verein Futtermitteltest e.V. (VFT) wurden in Westfalen-Lippe im letzten Quartal 2002 sechs Alleinfutter I für Legehennen geprüft und bewertet. Die von sechs verschiedenen Produktionsstätten stammenden Futter lassen sich über die gesamte Legeperiode einsetzen. Die deklarierten Energiegehalte der untersuchten Futter liegen zwischen 11,0 und 11,4 MJ ME / kg. Drei Futter verfügen laut Herstellerangabe über einen Zusatz an mikrobieller Phytase, weshalb eine Bewertung der Calcium- und Phosphorgehalte unterblieben ist.

Ergebnisse

Alle sechs untersuchten Legehennenalleinfutter I erreichen mit Gruppe 1 das beste Gesamtergebnis. Lediglich das Futter Golddott Eiervollkorn der RCG Nordwest, Münster weist nach futtermittelrechtlichen Bestimmungen einen Calcium-Untergehalt auf, was aber für die Gesamtbewertung ohne Einfluss ist, da dieses Merkmal, neben Phosphor, wegen eines deklarierten Phytasezusatzes nicht bewertet wird. Ein Calciumuntergehalt im Futter kann zu verminderter Eischalenqualität führen, was einen wirtschaftlichen Nachteil für den Legehennenhalter darstellen kann. Die P-Gehalte wurden bei den Futtern mit Phytasezusatz deutlich reduziert. Zwei Testfutter weisen mit 4,70 bzw. 5,04 % deutlich mehr als 4 % Calcium auf, was nicht mehr zur Verbesserung der Eischalenqualität beiträgt und keine Vorteile bringt. Derartig hohe Ca-Gehalte sollten deshalb vermieden werden. Die Ergebnisse gelten nur für diesen Prüfdurchgang. Sie lassen keine Rückschlüsse auf das übrige Programm der beteiligten Hersteller zu.

Autor: Dr. Wolfgang Sommer