Rechner für N-P-reduzierte Mastschweinefütterung

Mastschweine am Breiautomaten

EXCEL-TOOL zum DLG-Leitfaden - stark N-/P-reduziert füttern und dokumentieren

Im Band 199 der DLG aus 2014 wurden aktualisierte Nährstoffausscheidungen für typische Fütterungsverfahren bei landwirtschaftlichen Nutztieren veröffentlicht. Gestiegene Leistungen und weiterreichende Absenkungen der Rohprotein- und Phosphorgehalte machten z. B. in der Schweinefütterung diesen Schritt erforderlich. Drei unterschiedliche Verfahren, die in der Praxis bei Sauen, Ferkeln und Mastschweinen als sog. typische Verfahren anzutreffen sind, wurden vorgegeben und modellmäßig gerechnet und zwar:

  • UNIVERSAL-Fütterung,
  • N-/P-reduzierte Fütterung,
  • stark N-/P-reduzierte Fütterung.

Viele Betriebsleiter wenden bereits eine N-/P-reduzierte Fütterung an, verbunden mit einer Phasenfütterung aus Säuge- und Tragefutter bei Sauen sowie mit Vormast-, Anfangs- und einem Mittel-/Endmastfutter in der Mast. Einige Betriebe möchten die Stickstoff- und Phosphorausscheidungen zur Einsparung von Dungausbringungsflächen nun aber weiter über die stark N-/P-reduzierte Fütterung senken und dieses dokumentieren.

Ein von der DLG herausgegebener Leitfaden enthält Anleitungen zur Umsetzung und Dokumentation von stark N-/P-reduzierten Fütterungsverfahren.

In der Sauenhaltung sind die einzuhaltenden Rohprotein- und Phosphorgehalte von Säuge- und Tragefutter sowie Ferkelaufzuchtfutter I und II über Futterdeklarationen oder Futterberechnungen relativ einfach nachzuweisen.

Für eine stark N-/P-reduzierte Fütterung in der Mast sind zur Erreichung bzw. Einhaltung der Nährstoffausscheidungsmengen die Rohprotein- und Phosphorgehalte von Vormast-, Anfangsmast-, Mittelmast- und Endmastfutter ab 25/30, 40, 65 und 90 kg über Deklarationen beim Fertigfutterzukauf und/oder über Futterberechnungen bei Einsatz von Eigenmischungen nachzuweisen. Die einzuhaltenden Maximalwerte bei den Rohprotein- und Phosphorgehalten sind dafür in Band 199 vorgegeben.

In einem begrenzten Umfang kann von diesen „starren“ Gehaltsvorgaben aber auch noch abgewichen werden, soweit die maximal zulässigen Standard-Stickstoff- und Standard-Phosphor-Ausscheidungsmengen bei 750, 850 oder 950 g Tageszunahmen nicht überschritten werden. Inwieweit das der Fall ist, kann mit diesem EXCEL-TOOL nach DLG-Leitfaden geprüft und ausgewiesen werden.

Autor: Dr. Gerhard Stalljohann, Klemens Kuhlmann