Software-Updates bei AutoFOM

Wie in vielen Softwareprodukten werden auch in der Auto-FOM-Technologie im laufenden Betrieb Erkenntnisse gewonnen bzw. Fehler erkannt, die im Rahmen von sog. Software-Updates umgesetzt bzw. bereinigt werden. Solche Updates bei AutoFOM erfordern grundsätzlich eine behördliche Zulassung. Die AutoFOM-3-Technologie ist seit 2011 im Einsatz. Ende des letzten Jahres hat der Hersteller, die Firma Carometec, die durch Umfirmierung inzwischen unter der Unternehmensbezeichnung Frontmatec arbeitet, ein vorab behördlich genehmigtes Software-Update in die installierten Auto-FOM-3-Systeme durchgeführt. Neben einigen eher technischen Fehlerkorrekturen und Verbesserungen in der Bedienung sind die Verfahren zur Ermittlung des Bauch- und Kotelettgewichts der Schlachtkörper von gewisser Relevanz.

Nach Informationen aus dem Bundesmarktverband von Anfang September 2017 sind davon durchschnittlich 3,4 % der Schlachtkörper betroffen, bei denen während des Transports über den Schallkopfbügel des AutoFOM-Gerätes kurzfristig der Kontakt zwischen Schlachtkörper und Ultraschallsensoren verloren geht. Bei der Auswertung der Messbilder des AutoFOM-Gerätes ergaben sich in diesen Fällen fehlerhafte Parameter, die aber nur für die Ermittlung der Bauch- und Kotelettgewichte von Bedeutung sind. Bauchgewichte wurden dadurch bisher geringfügig unterschätzt bzw. Kotelettgewichte geringfügig überschätzt. Der Hersteller hat als Nachweis für diese Abweichung AutoFOM-Originalbilder von ca. 13.400 Schlachtkörpern ausgewertet. Nach dem Update werden die Bäuche auf der Basis dieser Auswertungen um ca. 42 g höher ermittelt. Das Kotelettgewicht geht aktuell nicht in die Erlösfindung nach AutoFOM ein. Das Softwareupdate beseitigt diese Fehler. Die behördliche Prüfung hat ergeben, dass die Veränderungen so gering sind, dass die Schätzformen für die Teilstückbewertung von Bauch und Kotelett nicht geändert werden müssen.

Methodisch bedingt können die Änderungen durch dieses Softwareupdate in den Bewertungen der gleichzeitig durchgeführten Maskenänderung ab Januar 2018 nicht differenziert analysiert werden, da hierzu Originalbilder aus der AutoFOM-Technologie ausgewertet werden müssten.