Nmin-Spätbeprobung zu Mais startet

Jetzt startet wieder die Nmin-Spätbeprobung zu Mais. Sparen Sie bares Geld und schonen Sie die Umwelt, in dem Sie vorher den Bodenvorrat an mineralisiertem Stickstoff prüfen lassen! Nur wenn die Stickstoffnachlieferung aus dem Boden mit Hilfe der Nmin-Untersuchung ermittelt wird, kann die Düngermenge optimal angepasst werden. Häufig ist nach Vorliegen der Nmin-Ergebnisse keine Spätdüngung mehr erforderlich.

Termine

Auf „leichten“ Böden bzw. Sandstandorten kann ab dem 29. Mai 2017 mit der Nmin-Probenahme begonnen werden. Auf „schweren“ (lehmig/ tonige Standorte) bzw. ungelockerten Böden (Mais in Direktsaat) ist eine Probenahme erst ab dem 6. Juni 2017 zu empfehlen. Ab diesen Terminen ist der Boden ausreichend temperiert, um die N-Versorgung aussagekräftig zu überprüfen.

Kontakt

Landwirte im Rahmen einer Wasserkooperation oder der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), können sich direkt bei ihren Kooperations- bzw. WRRL-Beratern für die Probenahme anmelden. Alle anderen Landwirte können ihre Maisflächen ab sofort bei der LUFA NRW Tel. 0251 2376-595, Fax 0251 2376-702, E-Mail: lufa@lwk.nrw.de zur Beprobung anmelden. Von dort aus wird dann die Probenahme veranlasst.

In allen Kreisstellen und Versuchs- und Bildungszentren der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hängen Probenehmerlisten an den LUFA-Säulen aus. Auch haben viele Probenehmer ihre Kontaktdaten in den Geschäftsstellen von Landhandel und Genossenschaften hinterlegt. Interessierte Landwirte können so direkt mit den in ihrer Region tätigen Probenehmern in Kontakt treten.

Selbstverständlich können Sie Ihre Proben auch selbst nehmen und unverzüglich und gekühlt zu den LUFA-Probeannahmestellen bringen. Die Probenahmeanleitung sowie eine Übersicht über die Kurierfahrten zu den Probenannahmestellen an den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer NRW finden Sie unten.

Kosten

Die Untersuchungsgebühr pro Bodenschicht beträgt wie in den Vorjahren 6,10 € netto. Für eine zweischichtige Probe (0 bis 30 cm, 30 bis 60 cm) betragen die Analysekosten somit netto 12,20 €. Die Kosten für die Probenahme werden in den meisten Fällen direkt mit dem Probenehmer abgerechnet.

Untersuchungsdauer

Die LUFA NRW hat ihre Laborkapazitäten speziell für die Nmin-Spätbeprobung arbeitsorganisatorisch sowie personell auf hohe Probeneingänge ausgerichtet. So kann die Ergebnisübermittlung in der Regel innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Probeneingang per Fax oder Email erfolgen. Auf diese Weise ist für extrem kurze Bearbeitungszeiten gesorgt. Deshalb sollten auf dem Auftragsformular die aktuelle Faxnummer und E-Mail-Adresse mit angegeben werden.

Auswertung und Versand der Ergebnisse

In den Laboren der LUFA NRW werden die Proben auf Nitrat- und Ammoniumstickstoff untersucht und der Nmin-Wert in kg / ha ermittelt. Nach erfolgter Untersuchung  werden das schriftliche Ergebnis und der Gebührenbescheid zugesandt. Für Kooperationslandwirte oder Landwirte im Rahmen der WRRL-Beratung gelten unter Umständen andere Modalitäten. Fragen Sie hierzu direkt die Kooperations- oder WRRL-Berater an den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer NRW.

Interpretation der Untersuchungsergebnisse

Den Nmin-Untersuchungsergebnissen wird grundsätzlich eine Interpretationshilfe beigelegt. Diesem Informationsblatt kann die Ableitung der Düngebedarfsberechnung entnommen werden. Der Nmin- Sollwert zur Mais-Saat und zur Mais-Spätprobenahme ist bodenartabhängig und liegt bei 200 kg/ha für Flächen mit niedrigem Stickstoffnachlieferungsvermögen, bei 190 kg/ha bei mittlerem bzw. 180 kg/ha bei hohem Nachlieferungsvermögen. Kooperationsspezifisch können jedoch niedrigere Sollwerte zugrunde gelegt worden sein.

Die Sollwerte wurden über die letzten Jahre anhand von N-Sollwert-Versuchen bestätigt. Ebenso wurde an einer Vielzahl von Beobachtungsflächen die Zuverlässigkeit der Spätprobenahme geprüft und für aussagekräftig befunden. Darüber hinaus bieten die von der Landbauabteilung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen regelmäßig veröffentlichten Angaben über das Mineralisationsgeschehen wichtige ergänzende Informationen zur Interpretation der Messwerte.

Hintergrund

Vor allem für viehhaltende Betriebe ist die Nmin-Spätbeprobung im Mais ein Standardinstrument zur umwelt- und bestandsgerechten Düngeplanung. Die Nmin-Probenahme im Maisbestand vor Reihenschluss bietet eine gute und preiswerte Möglichkeit, auf jedem Teilschlag den Stickstoffbedarf zu ermitteln, der noch für eine optimale Bestandesentwicklung notwendig ist. Sollte die Bodenuntersuchung einen Stickstoffbedarf ausweisen, kann jetzt noch gezielt und nicht im „Blindflug“ Stickstoff nachgedüngt werden.

Autor: Tanja Iken