Dr. Johannes Winkelmann verabschiedet

Dr. Johannes Winkelmann
Dr. Johannes Winkelmann

Dr. Johannes Winkelmann (61), Leiter des Tiergesundheitsdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, wurde am Freitag vergangener Woche aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Nach dem Studium der Veterinärmedizin in Gießen arbeitete er zunächst an dieser Universität, danach an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und anschließend in der Arzneimittelindustrie. 1984 kam Winkelmann zur Landwirtschaftskammer Rheinland. Viele Jahre leitete er dort das Labor des Tiergesundheitsamtes, bevor er im Jahr 2001 die Leitung dieses Institutes übernahm. Nach der Fusion der beiden Kammern schaffte er es durch seine hohe Fachkompetenz und seine freundliche Art, die Mitarbeiter der Tiergesundheitsämter zu einem schlagkräftigen Team für die Tiergesundheit in Nordrhein-Westfalen zusammenzuführen.

Als Fachtierarzt für Pathologie lag ihm die Diagnostik bei landwirtschaftlichen Nutztieren besonders am Herzen. Mehr als 21 000 Tiere hat er in seiner 24-jährigen Dienstzeit auf ihre Todesursache hin untersucht.

Dr. Johannes Winkelmann hatte immer ein offenes Ohr für die Probleme der Landwirte und suchte nach praktikablen Lösungen. Sei es, wenn es um die Diagnostik von Nutztiererkrankungen bei einzelnen Tieren oder in gesamten Beständen ging oder wenn Zuchtorganisationen und Verbände Hilfen bei tiermedizinischen Fragen benötigten. Vor allem aber setzte Winkelmann sich unermüdlich bei der Zusammenarbeit mit den Veterinärbehörden im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung für die Belange der landwirtschaftlichen Betriebe ein. Entspannung von dieser Arbeit fand er bei der direkten Betreuung von Kaninchen-, Schaf- und Ziegenbeständen im Rahmen der Arbeit des Tiergesundheitsdienstes. Seine Bücher über die Erkrankungen dieser Tierarten sind begehrte Nachschlagewerke für Bauern und Tierärzte.

Nachfolger von Dr. Johannes Winkelmann als Leiter des Tiergesundheitsdienstes wird Dr. Peter Heimberg, bisher Fachtierarzt für Rinder beim Tiergesundheitsdienst.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 30.04.2008