Biodiversitätsberatung

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Im Dezember 2014 haben die Landwirtschaftsverbände, die Landwirtschaftskammer NRW und das NRW-Landwirtschaftsministerium eine Rahmenvereinbarung zur Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften abgeschlossen. Diese sieht auch die Erprobung einer Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben im Hinblick auf die Umsetzung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen vor.

Die Biodiversitäts- und Naturschutzberatung wird aktuell in vier Vorhaben erprobt, die im Folgenden näher dargestellt werden. Ziel dieser Vorhaben ist es, für Förderangebote im Bereich Natur- und Artenschutz zu werben und damit die Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen und Vertragsnaturschutz zu erhöhen. Gleichzeitig sollen im Rahmen der Greening-Verpflichtungen die ökologischen Vorrangflächen naturschutzfachlich optimiert werden.


Landschaft in den Baumbergen

Einzelbetriebliche Naturschutz- und Biodiversitätsberatung im Münsterland

Im Juni 2016 hat die Landwirtschaftskammer NRW mit der einzelbetrieblichen Biodiversitätsberatung im Münsterland begonnen. In den nächsten zwei Jahren sollen Landwirten vielfältige, jeweils an die betrieblichen Gegebenheiten angepasste Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung nähergebracht und so ein Beitrag zum Natur- und Artenschutz geleistet werden.


Feldlerche. Foto: Hans Glader, piclease

Modellvorhaben Vogelschutz im Kreis Steinfurt

Die Entwicklung der Vogelbestände ist bei der überwiegenden Anzahl der in NRW vorkommenden Arten rückläufig. Um dem entgegenzuwirken, soll ein Beratungsansatz durch die Landwirtschaftskammer NRW weiter erprobt werden. Ziel ist die Umsetzung dem Vogelschutz dienender Maßnahmen außerhalb von Naturschutzgebieten.


Kopfbäume

Steigerung der Biodiversitätsmaßnahmen am Niederrhein

Ziel des Projektes ist es, über einen neuen Ansatz der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren im Natur- und Artenschutz und den praktizierenden Landwirten vor Ort dem negativen Entwicklungstrend vieler in NRW vorkommender Arten der offenen Feldflur entgegenzuwirken.


Kiebitz. Foto: Hans Glader, piclease

Biodiversitätsberatung im Projekt „Stabilisierung der Population wertgebender Arten in der Zülpicher Börde“

Die Landwirtschaftskammer NRW hat im März 2016 die Bewilligung des Projektes „Stabilisierung der Population wertgebender Arten in der Zülpicher Börde“ von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erhalten. Kooperationspartner im Projekt ist die Biologische Station im Kreis Düren. Das von der DBU getragene Projekt soll die Population gefährdeter Zielarten in der Ackerbauregion Zülpicher Börde stabilisieren und fördern. Zur Erreichung dieses Ziels wurde ein kooperativer Beratungsansatz gewählt, der in den kommenden vier Jahren von der Landwirtschaftskammer NRW - fachlich unterstützt von der Biologischen Station Düren - umgesetzt wird.