Tierseuchenkasse aktuell: Jetzt Tierzahlen melden!

Gänse auf der WeideBild vergrößern
Foto: Gotthard Augst, piclease

Am 30.12.2017 versendet die Tierseuchenkasse an alle ihr bekannten Tierbesitzer - mit Ausnahme der Rinderhalter - den Meldebogen für die Tierzahlmeldung 2018. Jeder Besitzer von Pferden, Schweinen, Schafen, Ziegen, Gehegewild, Geflügel und Bienen ist verpflichtet, seinen Tierbestand online oder schriftlich der Tierseuchenkasse zu melden.

Der schnellste, bequemste und sicherste Weg ist die Meldung per Internet. Der Zugang für die Online-Meldung erfolgt ab 02.01.2018 über die Internetadresse:

Die Anmeldung erfolgt mit der Registriernummer und der dazugehörigen PIN.

Tierbesitzer, die nicht oder nicht mehr im Besitz einer gültigen PIN sind, können diese über eine entsprechende Schaltfläche auf der Startseite der Online-Meldung anfordern. Die neue PIN wird dann innerhalb weniger Tage auf dem Postweg zugestellt.

Die Meldung des am 01.01.2018 (Stichtag) vorhandenen Tierbestandes ist die Grundlage für die Beitragserhebung und muss der Tierseuchenkasse bzw. bei Nutzung des Meldebogens der auf dem Meldebogen vorgedruckten Erfassungsstelle der Tierseuchenkasse (Daten.Werk GmbH, Döbelner Str.1, 12627 Berlin) spätestens bis zum 31.01.2018 vorliegen.

Hinsichtlich der Stichtagsmeldung gibt es drei Ausnahmen:

  • Rinder müssen nicht gemeldet werden, da die Tierseuchenkasse - wie schon in den Vorjahren - die entsprechenden Bestandszahlen der HIT-Datenbank entnimmt. Die Nachmeldung beim Zukauf von Rindern zwischen dem 02.01. und 15.02.2018 (siehe Nachmeldung) ist hiervon allerdings ausgenommen.
  • Besitzer von Legehennen, Masthähnchen, Elterntieren, Putenhähnen, Putenhennen, Putenküken, Enten, Entenküken, Gänsen und Gänseküken müssen den Jahreshöchstbesatz angeben, das heißt die Tierzahl, die maximal in der jeweiligen Geflügelart während des Jahres gehalten werden soll (= genutzte Stallkapazität).
  • Seit 2017 gibt es auch für die Besitzer von Bienen keine Stichtagsmeldung mehr. Vielmehr ist der Jahreshöchstbesatz anzugeben, das ist die Zahl der Völker und Ableger, die maximal im Beitragsjahr gehalten wird.

Hat ein Tierbesitzer nach Ablauf der Meldefrist keine Online-Meldung vorgenommen bzw. keinen Meldebogen übersandt, wird er von der Tierseuchenkasse an die Meldung erinnert. Sollte er auch dann noch keine Meldung abgeben, wird das zuständige Veterinäramt in Kenntnis gesetzt, das gegebenenfalls eine Vor-Ort-Kontrolle durchführt.

Die Tierseuchenkasse appelliert an alle Tierbesitzer, ihrer Meldepflicht fristgerecht nachzukommen. Eine nicht oder eine zu gering gemeldete Tierzahl kann zur Folge haben, dass der Anspruch auf Leistungen aus der Tierseuchenkasse entfällt. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass auch am Stichtag vorhandene Saugferkel, Lämmer, Fohlen etc. gemeldet werden müssen.

Meldet der Tierbesitzer nicht fristgerecht oder unvollständig, bedeutet dies, dass Tiere, die von einer Seuche betroffen sind, nicht entschädigt werden. Des Weiteren würden auch die Kosten der Tötung und Tierkörperbeseitigung sowie die oft erheblichen Kosten der Reinigung und Desinfektion des Betriebes nicht von der Tierseuchenkasse übernommen. Zudem erhält der Tierbesitzer während des gesamten Beitragsjahres keine Beihilfen für Blutprobenentnahmen, Impfungen, Untersuchungen etc.

Grundsätzlich kommt die überwiegende Zahl der Tierbesitzer ihrer Meldepflicht fristgerecht nach. Es gibt aber immer einige Tierbesitzer, die die Meldung nicht oder mit erheblicher Verspätung abgeben. Von diesen wird nach erfolgloser Anmahnung ein Verspätungszuschlag in Höhe von 20 % der Beitragsschuld, mindestens 25 € und höchstens 500 € erhoben, wenn das Unterlassen oder die Verspätung zu vertreten ist.

Nachmeldung

Über die Meldung zum 01.01.2018 hinaus sind alle Tierbesitzer, die am 15. 02.2018 mehr als 50 Pferde, 50 Rinder, 100 Schweine, 50 Schafe, 50 Ziegen oder 50 Stück Gehegewild halten, verpflichtet, ihren Tierbestand auch zum 15.02. zu melden, wenn sich bei einer dieser Tierarten der Tierbestand durch Zugänge aus anderen Betrieben seit dem 01.01.2018 um mehr als 10 % erhöht hat oder dieser Tierbestand neu gegründet wurde. Die erforderliche Nachmeldung hat bis spätestens 28.02.2018 schriftlich zu erfolgen.

Rinderhalter müssen zwar keine Stichtagsmeldung zum 01.01 machen; es ist aber unverzichtbar, dass auch sie - bei Vorliegen der vorgenannten Voraussetzungen - eine schriftliche Nachmeldung bei der Tierseuchenkasse abgeben. Die Daten werden nicht der HIT-Datenbank entnommen.

Nach dem 15.02. des Beitragsjahres neu gegründete Tierbestände sind - damit der Versicherungsschutz gewährleistet ist - der Tierseuchenkasse unverzüglich zu melden.

In Geflügelbeständen mit mehr als 500 Gänsen, 500 Enten, 1.000 Elterntieren, 1.000 Masthähnchen und 1.000 Legehennen bzw. Junghennen ist jede Überschreitung des angegebenen Höchstbesatzes um mehr als 10 v.H. der Tierseuchenkasse unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Dies gilt auch für Tierbesitzer, die in Aufzuchtbetrieben mehr als 1.000 Gänseküken, 1.000 Entenküken oder 1.000 Putenküken halten.

Nachgemeldetes Geflügel ist beitragspflichtig.